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Auswertung iPad-Umfrage

umfrage
Im vergangenen Mai haben wir die Erstklässler und ihre Eltern zum iPad-Projekt befragt. Die Umfrage ist zwar längst ausgewertet, aber wir sind erst diese Woche dazu gekommen, die Ergebnisse im Team zu besprechen. Die ausführliche Auswertung der Umfrage können Sie im Anschluss an diesen Artikel herunterladen.

Zusammenfassung

Generell scheint die Zufriedenheit sowohl bei den Eltern als auch bei den Jugendlichen hoch zu sein. Die Organisation und Information wird als gut bezeichnet und der pädagogische Nutzen wird weitgehend als hoch erachtet. Offenbar gibt es mittlerweile deutlich weniger Probleme mit der Nutzung zu Hause. Falls dennoch solche auftreten sollten, nehmen Sie bitte umgehend mit uns Kontakt auf.
Natürlich gibt es immer auch kritische Stimmen, die wir sehr ernst nehmen. Allerdings sind diese z.T. recht widersprüchlich: So wird einerseits eine stärkere Kontrolle und mehr Einschränkungen gefordert, andererseits werden unsere Regeln von anderen Personen als zu restriktiv erachtet.
V.a. aus den Äusserungen der Jugendlichen lesen wir heraus, dass das didaktische Potential der Geräte noch nicht voll und ganz ausgeschöpft wird. Ebenso wird deutlich, dass auf einer medienpädagogischen Ebene noch einiges an Handlungsbedarf besteht (Bewusstsein für Sicherheit, Reflexion des eigenen Verhaltens in Bezug auf digitale Medien, informatisches Grundwissen, usw.).

Schlussfolgerungen

Offensichtlich sind wir nach wie vor auf dem richtigen Weg und freuen uns auch, dass wir das Projekt weiterführen können. Gleichzeitig lernen wir selber immernoch laufend dazu und versuchen, die Nutzung der Geräte zu optimieren. Hier ein paar Punkte, an welchen wir arbeiten:
  • Um Fragen und Unsicherheiten seitens der Elternschaft zu begegnen haben wir eine FAQ-Seite eingerichtet: http://www.ipadschule.ch/faqs
    Auf dieser Seite können Sie auch direkt Ihre Fragen einreichen.
  • Wir suchen im Team neue Möglichkeiten, wie wir im Bereich Medienbildung (Sicherheit, Privatsphäre, Urheberrecht, Kriterien für Informationsqualität, Orientierungswissen, …) eine höhere Verbindlichkeit erreichen können.
  • Wir machen als Team im Winterquartal eine Weiterbildung zu didaktischen Szenarien für den iPad-Einsatz und verstärken den diesbezüglichen Austausch im Team.
  • Wir bemühen uns, für zu Hause klarere und zwingendere Aufträge zu geben.
  • Wir überlegen uns Massnahmen, wie die Schülerinnen und Schüler ein höheres Verantwortungsbewusstsein für ihr Gerät entwickeln können, denn in letzter Zeit haben sich Schadensfälle gehäuft, die auf mangelnde Sorgfalt zurückzuführen sind.

Evaluation 2015 (PDF, 0.5 MB)

Evaluation nach einem halben Jahr

Die Erstklässler arbeiten nun seit einem Semster mit iPads. Wir sind zufrieden mit dem Start, können aber noch viel lernen und verbessern. Um das Projekt möglichst optimal weiterführen zu können, bitten wir die Eltern, an der folgenden Umfrage teilzunehmen. Mitte Juni werden wir auf dem Blog über die Ergebnisse der Umfrage informieren und aufzeigen, welche Schlüsse wir daraus ziehen. Vielen Dank für Ihre Mitarbeit!

> Umfrage in neuem Fenster

iPads im Unterricht bedeuten eine neue Art des Lernens

Unser iPad-Projekt wurde in der Dezember-Ausgabe des Schulfensters, Forum der Schulgemeinde Volketswil, portraitiert:

«iPad-Klassen gibt es nicht nur im Schulhaus Lindenbüel in Volketswil. Schulgemeinden in den Kantonen Aargau oder Solothurn führen ebenfalls Schulversuche mit den mobilen Geräten durch. Einen Schritt weiter ist die Sekundarschule Andelfingen. Hier sind bereits mehrere Klassen mit iPads am Arbeiten…»

Artikel im PDF-Format

Lernparcours mit Actionbound

Actionbound ist eine grossartige App, um das Lernen in einen geografischen Raum auszulagern. Das Zusammenstellen eines interaktiven Parcours ist sehr einfach, die Schwierigkeit lieg viel mehr darin, gute Aufgabenstellungen auszutüfteln. Die Teilnehme/innen starten den Bound über einen QR-Code und werden dann von Aufgabe zu Aufgabe geführt. Für Schulen ist der Dienst gratis, die App sowieso. Toll ist vor allem auch, dass die App auch ohne Internetverbindung funktioniert, denn alle Medien werden im Voraus geladen. Nach Abschluss des Parcours werden dann die erstellten Fotos und Videos hochgeladen und können in der Klasse besprochen werden

Fürs Zeichnen haben wir verschiedene Bounds zu Wahrnehmungsschulung und fotografischer Gestaltung. Da sie aber auf die Andelfinger Verhältnisse zugeschnitten sind, teilen wir hier einen ortsunabhängigen Bound zum Ausprobieren – viel Spass!

Bound zur Wahrnehmungsschulung

http://actionbound.de/bound/schaugenau

QR Schaugenau

iBooks: Lehrmittel selbstgemacht

ibooks

iPads sind nicht nur Werkzeug sondern liefern natürlich auch Futter. Zwar sind die offiziellen Lehrmittel noch nicht in digitaler Form verfügbar, aber es gibt dennoch schon diverse didaktisierte Ressourcen, bzw. man kann sie mit vertretbarem Aufwand selber erstellen. iBooks Author ist ein Gratistool für Macs mit dem sich baukastenmässig grandiose eBooks gestalten lassen. Diese elektronischen Bücher können multimediale oder integrative Elemente wie Fotogalerien, Audiodateien, Filme oder Quiz enthalten. Im Prinzip sind sie aber auch richtige Arbeitswerkzeuge mit Annotations- und Nachschlagefunktionen. Einziger Wermutstropfen an diesem Format: Es ist beschränkt auf Apple Geräte, insbesondere iPads. Zwar basiert es im Prinzip auf dem EPUB3-Format, aber halt (mangels offizieller Standards) doch in einer proprietären Form.

Im R&K-Unterricht arbeiten wir mit dem offiziellen Lehrmittel Blickpunkt 3, das leider aber nur in Papierform vorliegt. Einzelne Kapitel habe ich nun aber als iBook aufbereitet. Aus urheberrechtlichen Gründen präsentiere ich hier nun ein Kapitel zu indischen Göttern, das (fast) ausschliesslich aus Creative Commons-Materialien (frei zur Weitergabe und -bearbeitung)  zusammengestellt ist.

Interessanter als die Abgabe von iBooks durch die Lehrperson ist natürlich das selbständige Erstellen solcher Bücher durch die Schülerinnen und Schüler. Eine einfache und gerade deshalb tolle App ist der Book Creator, aber dazu ein anderes Mal mehr.

Downloads:

Spick erlaubt!

Im R&K-Unterricht sammeln die Schülerinnen ihr Wissen mit Evernote. Für mich ist es selbstverständlich, dass sie in einer Prüfung auch auf dieses Wissen zugreifen können. Allerdings will ich natürlich nicht, dass sie während des Tests ins Netz gehen oder sich gar über ein soziales Netzwerk austauschen. Die App Casper Focus erlaubt uns Lehrpersonen die iPads der Klasse auf eine App zu fixieren, in unserem Fall auf Evernote.

Natürlich kann ich unter diesen Voraussetzungen nicht einfach das Wissen abfragen, sonst könnte ich mir ja die Notizen der Schüler/innen anschauen. Vielmehr geht es darum das Verständnis zu prüfen. So habe ich in der letzten Prüfung beispielsweise drei Filmausschnitte von jungen jüdischen Männern gezeigt und die Schüler/innen mussten sie einer jüdischen Strömung zuordnen. Dabei interessierte mich weniger, ob die Zuordnung richtig war, sondern viel mehr was beobachtet und wie argumentiert wurde.

casperfocus

In diesem Zusammenhang sei auf einen interessanten Blog-Eintrag von Philippe Wampfler verwiesen. Er bezieht sich zwar auf Matura-Prüfungen, aber auch in der Sek lässt sich überlegen, ob es noch zeitgemäss und zweckmässig ist nach jedem Kapitel zwingend eine Prüfung zu machen…

Evernote: Portfolio und Wissensmanagement

In loser Folge berichten wir über Evernote, das im Unterricht zu einem zentralen Werkzeug wurde. Im vorletzten Beitrag wurde berichtet, wie das mächtige Notiz-Tool quasi zum Sprachlabor wird. In diesem Artikel beleuchten wir das Potential fürs persönliche Wissensmanagement.

Informationen zu finden ist heute kein Problem mehr, die grosse Herausforderung besteht darin, daraus Wissen zu generieren und dieses später auch innert nützlicher Frist abzurufen, es mit bestehendem Wissen zu verknüpfen und daraus einen Mehrwert zu schaffen. Evernote ist ein grossartiges Werkzeug, um Wissen zu sammeln, organisieren und mit anderen Personen zu teilen.

evernote-notiz
Selbst erstelltes Lexikon zu wichtigen Gegenständen des Judentums

In Religion&Kultur ersetzt Evernote mittlerweile die herkömmliche Heftführung: Notizen zu Informationstexten und Recherchen werden damit erfasst, Skizzen und Fotos werden in Notizen abgelegt, auf Bildern und Texten können Annotationen hinterlassen werden. Dateien, die mit einer anderen App erstellt wurden können problemlos in Evernote archiviert werden. Natürlich braucht ein gutes Wissensmanagement einiges an Disziplin: Um die Informationen innert nützlicher Frist abzurufen, werden Notizen in Notizbücher kategorisiert und erhalten mit Schlagworten eine zusätzliche Ordnungshilfe. Die Evernote-Suche durchforscht nicht nur den gesamten Text einer Notiz, sondern erkennt auch den Text innerhalb eines Bildes.

Evernote wird aber nicht nur als persönliche Wissenssammlung genutzt, sondern quasi auch als Portfolio: Ein Notizbuch kann mit einer anderen Person geteilt werden und so kann die Lehrperson sich jederzeit ein Bild vom Arbeitsprozess der Schülerin oder des Schülers verschaffen.

1. Projekt-Evaluation

umfrageUnser iPad-Projekt läuft nun bereits ein halbes Jahr – Zeit für eine erste Auswertung!

Für uns war der Projektstart eine grosse Herausforderung, sowohl technisch, aber natürlich auch methodisch. Wir waren begeistert, wie ernsthaft und zielgerichtet sich die Schülerinnen und Schüler auf die neue Arbeitsweise einliessen. Mittlerweile haben sich Workflows etabliert, die uns ein effizientes und vielschichtiges Arbeiten erlauben.

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