Archiv für den Monat: August 2015

Auswertung iPad-Umfrage

umfrage
Im vergangenen Mai haben wir die Erstklässler und ihre Eltern zum iPad-Projekt befragt. Die Umfrage ist zwar längst ausgewertet, aber wir sind erst diese Woche dazu gekommen, die Ergebnisse im Team zu besprechen. Die ausführliche Auswertung der Umfrage können Sie im Anschluss an diesen Artikel herunterladen.

Zusammenfassung

Generell scheint die Zufriedenheit sowohl bei den Eltern als auch bei den Jugendlichen hoch zu sein. Die Organisation und Information wird als gut bezeichnet und der pädagogische Nutzen wird weitgehend als hoch erachtet. Offenbar gibt es mittlerweile deutlich weniger Probleme mit der Nutzung zu Hause. Falls dennoch solche auftreten sollten, nehmen Sie bitte umgehend mit uns Kontakt auf.
Natürlich gibt es immer auch kritische Stimmen, die wir sehr ernst nehmen. Allerdings sind diese z.T. recht widersprüchlich: So wird einerseits eine stärkere Kontrolle und mehr Einschränkungen gefordert, andererseits werden unsere Regeln von anderen Personen als zu restriktiv erachtet.
V.a. aus den Äusserungen der Jugendlichen lesen wir heraus, dass das didaktische Potential der Geräte noch nicht voll und ganz ausgeschöpft wird. Ebenso wird deutlich, dass auf einer medienpädagogischen Ebene noch einiges an Handlungsbedarf besteht (Bewusstsein für Sicherheit, Reflexion des eigenen Verhaltens in Bezug auf digitale Medien, informatisches Grundwissen, usw.).

Schlussfolgerungen

Offensichtlich sind wir nach wie vor auf dem richtigen Weg und freuen uns auch, dass wir das Projekt weiterführen können. Gleichzeitig lernen wir selber immernoch laufend dazu und versuchen, die Nutzung der Geräte zu optimieren. Hier ein paar Punkte, an welchen wir arbeiten:
  • Um Fragen und Unsicherheiten seitens der Elternschaft zu begegnen haben wir eine FAQ-Seite eingerichtet: http://www.ipadschule.ch/faqs
    Auf dieser Seite können Sie auch direkt Ihre Fragen einreichen.
  • Wir suchen im Team neue Möglichkeiten, wie wir im Bereich Medienbildung (Sicherheit, Privatsphäre, Urheberrecht, Kriterien für Informationsqualität, Orientierungswissen, …) eine höhere Verbindlichkeit erreichen können.
  • Wir machen als Team im Winterquartal eine Weiterbildung zu didaktischen Szenarien für den iPad-Einsatz und verstärken den diesbezüglichen Austausch im Team.
  • Wir bemühen uns, für zu Hause klarere und zwingendere Aufträge zu geben.
  • Wir überlegen uns Massnahmen, wie die Schülerinnen und Schüler ein höheres Verantwortungsbewusstsein für ihr Gerät entwickeln können, denn in letzter Zeit haben sich Schadensfälle gehäuft, die auf mangelnde Sorgfalt zurückzuführen sind.

Evaluation 2015 (PDF, 0.5 MB)

Actionbound

Actionbound ist ein Webservice, mit welchem AufgabenrallyA-Logo-roundedes erstellt werden können, die dann mit mobilen Geräten wie Smartphones oder Tablets gelöst werden. Die Aufgaben können ortsbasiert sein, müssen es aber nicht. Sie enthalten Informationen als Text, Bild, Audio und Video, die Lösungen bzw. Ergebnisse können ebenfalls alle diese Medientypen enthalten.
Das Zusammenstellen eines interaktiven Parcours ist technisch sehr einfach, die Schwierigkeit lieg viel mehr darin, gute Aufgabenstellungen auszutüfteln. Durch die Möglichkeit, verschiedene Medientypen einzufügen, eröffnen sich unzählige neue Formen des Lernens. Um zu beweisen, etwas verstanden zu haben, müssen nicht immer nur Fragen beantwortet werden, sondern auch mal ein Text gesprochen oder ein Beweisfoto gemacht werden, welche dann mithilfe der Actionbound-App an den Administrator übermittelt werden.
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Die Schülerinnen und Schüler erstellten im Fach Geographie nach einer kurzen Einführung sowie einem von mir zur Verfügung gestellten Testlauf etappenweise eigene Actionbounds zu folgenden Themen:
– Sehenswürdigkeiten in Andelfingen und Umgebung
– Spuren von Gletscher in Andelfingen
– Die Thur
– Wirtschaft
– Verkehrswege in Andelfingen
– Die Geschichte eines Dorfes
Dabei ging es darum, zuerst selbst etwas über diese Themen in Erfahrung zu bringen, das Wissen zu sammeln (z.B. in Evernote) und sich dann im Team zu überlegen, welche Infos spannend sind sowie man sie in einen Actionbound packen könnte.
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Nach Fertigstellung der einzelnen Themen-Actionbounds testeten die Teams 1-2 Projekte ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler, begaben sich zu diesem Zweck auch tatsächlich aus dem Schulhaus. Zum Beispiel zur Thur, um etwas über die Tierwelt heraus zu finden oder zur alten Thurbrücke, um da zu erfahren, wie alt diese eigentlich ist oder auch zu einem Findling, von welchem ein Foto gemacht werden musste. Wieder zurück im Schulzimmer gaben die Gruppen sich ein Feedback, welche Aufgaben bereits gut funktionierten und wo sie nach Verbesserungspotential sahen.
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Beispiel (um den Actionbound tatsächlich testen zu können, muss die App installiert sein):
Die PH Zürich arbeitet zur Zeit an einer Kurzfilmserie zum Thema “Kompetenzorientiertes Lernen” und wurde auf das Projekt Actionbound aufmerksam. So kam es, dass die Klasse 2B2 während einem Arbeitstag von einem Kamerateam begleitet wurde. Sobald der Film fertig ist, posten wir hier selbstverständlich den Link. Wir freuen uns!
Quelle der Bilder: PHZH / Medienlab
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Nachtrag: die Auswertung des Projekts ist mittlerweile erfolgt. Unten einige Zitate der Schülerinnen und Schüler:
1. Was hat dir am Projekt Actionbound besonders gut gefallen?
“Es war mal etwas anderes. Man hat viel gelernt, aber trotzdem hatte man Spass dabei.”
“Mit anderen wirklich zusammen zu arbeiten – das ist anstrengend und manchmal schwierig, lohnt sich aber.
“Das selbstständige Arbeiten!”
2. Was war das schwierigste für dich?
“Genügend Fragen zu finden… Vor allem gute Fragen zu erstellen, die nicht so langweilig sind.”.
“Die Aufgaben im Team zu verteilen, ein solches Projekt planen.”