1. Projekt-Evaluation

umfrageUnser iPad-Projekt läuft nun bereits ein halbes Jahr – Zeit für eine erste Auswertung!

Für uns war der Projektstart eine grosse Herausforderung, sowohl technisch, aber natürlich auch methodisch. Wir waren begeistert, wie ernsthaft und zielgerichtet sich die Schülerinnen und Schüler auf die neue Arbeitsweise einliessen. Mittlerweile haben sich Workflows etabliert, die uns ein effizientes und vielschichtiges Arbeiten erlauben.

Schülerumfrage

Die Schülerinnen und Schüler sehen in den iPads generell gute bis sehr gute Lernwerkzeuge. Als Negativpunkt wird hauptsächlich genannt, dass man immer sicherstellen muss, dass der Akku aufgeladen ist und dass noch etwas mehr herumgetragen wird. Kritisiert werden technische Probleme wie Datenverlust nach Absturz, Akkuladedauer und Arbeitstechniken, die zu viel Zeit benötigen (im Vergleich zu herkömmlichen Methoden). Verschiedentlich wird das Ablenkungspotential erwähnt und teilweise die Effizienz in Frage gestellt.

Mit der Auswahl an Apps scheinen die Schülerinnen und Schüler zufrieden zu sein. Verschiedentlich wurde bemerkt, dass längst nicht alle Apps im Unterricht genutzt wurden. Gewünscht wird eine intensivere kreative Nutzung, z.B. mit Videoprojekten oder über die Nutzung des iPads als Skizzenbuch. Verschiedene wünschen sich den Zugang zum AppStore, um eigene Apps installieren zu können. Vermisst wird auf den iPads die Chatfunktion, die kurz nach Projektstart wegen Missbrauchs gesperrt wurde. Einige hätten gerne Games auf den iPads. Bemängelt wurde stellenweise, dass offenbar einige unterschiedliche Konfigurationen hätten.

Die Schülerinnen und Schüler nutzen das Gerät zu Hause hauptsächlich für die Schule, um die Hausaufgaben zu erledigen oder zu üben. Privat wird mit den iPads zum Teil Musik gehört oder Videos angeschaut und recherchiert. Verschiedene Jugendliche gaben an, die iPads in der Freizeit für kreative Aktivitäten (zeichnen, fotografieren und Musik produzieren) zu nutzen.

Die grafische Auswertung der Umfrage und einen ausführlicheren Bericht finden Sie in der PDF-Datei.

Zusfassung_Schuelerumfrage (PDF, 0.2 MB)

Elternumfrage

Der Grundtenor in der Elternumfrage war sehr positiv: Die meisten Eltern sehen in der Nutzung der Tablets ein grosses Potential und sind überzeugt, dass wir damit einen wertvollen Grundstein für den Einstieg in die Berufswelt legen. Gelobt wird insbesondere auch die Einführung des Projekts und die transparente Information. Allerdings gab es auch einige kritische Stimmen, die für ihre Kinder einen Medien-Overkill befürchten und den pädagogischen und didaktischen Wert von Tablets in Frage stellen. Die grafische Auswertung der Umfrage und einen ausführlicheren Bericht finden Sie in der PDF-Datei.

Zusfassung-Elternumfrage (PDF, 0.2 MB)

Folgerungen

Die erste Evaluation zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind, dass es aber auch noch Optimierungspotential gibt. Wir setzen alles daran, dass die technischen Probleme auf ein Minimum reduziert werden und dass die Abläufe noch reibungsloser werden.

Wir diskutieren Lösungen für die Wünsche und Befürchtungen aller Beteiligten. Eine Aufhebung der Chat-Blockade ist durchaus denkbar, kann man diesen Kanal doch sehr produktiv und effizient nutzen. Dass die Jugendlichen hingegen Zugriff auf den AppStore bekommen und Games installieren dürfen, sehen wir in nächster Zeit aber nicht als Option, weil wir uns keinen Mehrwert davon versprechen. Diese Freiheit wäre denkbar, wenn mit privaten Geräten gearbeitet würde. Zwar ist uns bewusst, dass für das Erlernen von Grundtechniken (z.B. Videoschnitt) teilweise sehr viel Zeit verwendet wurde, die nicht direkt mit einem schulischen Inhalt verknüpft war. Allerdings können wir nun auf diese Techniken zugreifen, was uns eine viel intensivere und motivierendere Lernaktivität ermöglicht. In unserer Vorstellung von Lernen wird immer ein Unterrichtsgegenstand mit einer Lernmethode verknüpft, wobei letzteres genau so wichtig ist.

Falls zu Hause Probleme bei der Nutzung der Geräte entstehen, bieten wir gerne Hand für eine Lösung – bitte nehmen Sie jeweils umgehend mit uns Kontakt auf!

Nun gilt es die bestehenden Workflows weiter zu konsolidieren und mit neuen Methoden zu experimentieren – vor allem im kooperativen und kreativen Bereich sehen wir noch Potential. Ideen haben wir noch viele!

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