Schule und ICT Tipps und Trends aus dem ICT-Bereich

31Jan/110

Digitaler Psychoterror

In letzter Zeit häufen sich Mobbing-Attacken über soziale Netze, auch unsere Schule ist davon (zumindest indirekt) betroffen. Dass viele Jugendliche das Internet als rechtsfreien Raum wahrnehmen, hat vor allem auch damit zu tun, dass sie von uns Erwachsenen in ihrem Umgang mit neuen Medien allein gelassen werden.

Am letzten Sonntag wurde auf DRS 3 eine hervorragende Input-Sendung zum Thema ausgestrahlt. Den entsprechenden Podcast kann man runterladen oder in iTunes abonnieren – ein Muss für alle Lehrpersonen und Eltern!

18Feb/100

Buzzzz!

GoogleBuzzDer neue Google-Dienst buzz greift seine Konkurrenten Twitter und Facebook frontal an. Buzz ist eine Mischung aus Mikroblogging-Dienst (wie Twitter, aber nicht auf 140 Zeichen beschränkt) und sozialem Netzwerk. Angepriesen wird Buzz als Plattform für den Austausch von Ideen, Bildern, Videos und Kürzest-Informationen mit Freunden (oder der ganzen Welt) angepriesen. Ich kann mich beim besten Willen (noch) nicht für eines dieser Angebote erwärmen (und alle gleichzeitig zu füttern käme einem Fulltime-Job gleich…). Der Trend zu immer kürzeren und somit zwangsläufig oberflächlicheren Mitteilungen, die ungefragt im Sekundentakt in die Welt hinausposaunt werden, verstärken nur das Brummen (engl. Buzzing) und Gezwitscher (engl. Twitter), zum Vertändnis einer immer komplexer werdenden Welt tragen sie herzlich wenig bei…

26Jan/100

Scribd – eine gigantische Austauschplattform

«War of Worlds» als PDF

«War of Worlds» als E-Book

Suchst du einen Quellentext oder eine Anleitung, eine Powerpoint-Präsentation oder eine Statistik? Unter www.scribd.com findest du Dateien aller Art. Jeder registrierte User kann Dokumente hochladen und entweder für alle oder nur einen eingeschränkten Kreis von Personen freigeben. Natürlich kommt es hier auch zu massiven Urheberrechtsverletzungen (ähnlich wie bei YouTube). Dennoch lohnt es sich mal die Probe auf's Exempel zu machen…

23Nov/090

Wiki

Wiki der Sek Andelfingen

Wiki der Sek Andelfingen

Ein Wiki ist ein System von untereinander verknüpften Webseiten, die von den Benutzern selber verfasst und redigiert werden können. Die gigantischen Online-Enzyklopädie Wikipedia ist wohl das bekannteste Wiki.

Wikis eignen sich hervorragend für den Unterricht. Zwar ist die Arbeit anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, weil beim Verfassen die Formatierung noch nicht sichtbar ist und stattdessen einfache Codes verwendet werden. Das Verknüpfen der Informationen ist allerdings sehr hilfreich, um das vernetzte Denken zu trainieren. Ausserdem ist ein Wiki das ideale Tool, um gemeinsam an einem Projekt zu arbeiten. In der Klasse kann das Thema aufgeteilt werden, die Schülerinnen und Schüler bekommen Aufgaben als Verfasser und Korrektoren von Artikeln. Da die Wiki-Installation auf einem Webserver liegt, können die Schülerinnen und Schüler auch von zu Hause darauf zugreifen. Eine sorgfältige Planung ist natürlich unerlässlich, im Vorfeld ist es von Vorteil, wenn das Urheberrecht thematisiert wird, um Plagiaten vorzubeugen.

Dafür hat man zwei Fliegen auf einen Schlag: Die Klasse vertieft sich in ein Thema mit eigenen Recherchen und lernt dabei ein neues Medium kennen. Warum also nicht einmal ein Thema mit einem Wiki anstatt mit Hefteinträgen dokumentieren?

> Wiki unserer Schule

> Lernfilme zu Wikis (Kapitel 4.3)

17Nov/090

Google Wave: E-Mail der Zukunft?

Google Wave Logo

Wer hat es nicht schon erlebt: E-Mails gehen hin und her, wobei die Antworten immer unter die vorhergehenden Reaktionen gesetzt werden. Spätestens nach dem dritten Durchlauf wird die verschachtelte Kommunikation sehr unübersichtlich – für einen Dritten wäre sie kaum nachvollziehbar. Da empfiehlt sich Google Wave, das neue Kommunikationstool des Internet-Giganten: Google Wave ist eine Mischung zwischen Messenger (Echzeitkommunikation) und E-Mail (zeitversetzte, serverbasierte Kommunikation), das stark auf kollaborative Funktionen setzt. Der ganze Dialog zwischen den Kommunikationspartnern ist jederzeit übersichtlich aufgelistet, Dritte können leicht nachträglich hinzugenommen werden und der Austausch von Dateien funktioniert über Drag&Drop.

Im Moment ist Google Wave in der Erprobungsphase, allerdings nur für eingeladene User. Ob sich Google Wave als neues Kommunikationstool durchsetzen wird, bleibt abzuwarten.

> Film der «Google Wave»-Präsentation

17Jul/090

Die Wolke kommt!

WolkeKeine Angst, ich mache Bucheli & Co keine Konkurrenz. Gemeint ist die Wolke im Zusammenhang mit Web 2.0: Je länger je mehr liegen Daten nicht mehr lokal auf einem Gerät, sondern irgendwo in den Weiten des Internets. GoogleDocs ist eine vollständige Office-Umgebung, demnächst will Microsoft mit Webversionen ihrer Programme nachziehen. Adobe stellt mit Photoshop Express eine Bildbearbeitungssoftware samt Speicherplatz zur Verfügung, Apple ermöglichet mit me.com den Zugriff auf alle meine unentbehrlichen persönlichen Daten, unzählige weitere Anbieter feilschen um unsere (Gratis-)Teilnahme.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Von überall her kann jederzeit plattformunabhängig auf die Daten zugegriffen werden, ein Internetanschluss vorausgesetzt. Gleichzeitig ist natürlich auch Skepsis angesagt: Wie sicher sind meine Daten? Welche Interessen haben die Anbieter? Welche Angebote setzen sich durch, welche verschwinden wieder? Was passiert mit meinen Daten, wenn ein Angebot eingestellt wird?

Ich probiere die verschiedenen Dienste fleissig aus und bin oft fasziniert von der technischen Umsetzung und dem Funktionsumfang, bislang verlasse ich mich aber noch auf kein Angebot vollständig.

Einer meiner Favoriten ist www.evernote.com, ein grandioses Notizbuch, mit dem sich jeder Gedanke, jeder audiovisuelle Schnipsel, jeder Fund im Internet festhalten und ordnen lässt. Es würde zu weit führen, das Programm im Detail vorzustellen, deshalb einfach ein kleines Detail: Ziehst du digitales Foto (z.B. aus einem Rezeptbuch) ins Programm, so wird der Text automatisch erkannt und wenn du später nach einer Zutat suchst, wird das Foto des Rezepts gefunden! Ich glaube, wenn ich das Programm ernsthaft einsetze würde, könnte ich mein Hirn getrost ausschalten!

21Jun/090

Cool Tools for Schools

Zugegeben, Web 2.0 ist oft ein Sammelbecken für inhaltsentleerte Spielereien. Die Website cooltoolsforschools solltest du dir aber unbedingt anschauen! Hier findest du Dutzende Gratisangebote, die sich hervorragend für den Unterrichtseinsatz eignen.

Als Beispiel greife ich scrapblog heraus, mit dem man auf sehr intuitive Weise multimediale Kreationen erstellen kann. Wie wär's zum Beispiel, im Rahmen des Gestaltungsunterrichts einen Flyer oder eine Glückwunschkarte erstellen zu lassen?

20Jun/090

Screentoaster

Keine Angst, der Screentoaster verbrutzelt deinen Monitor nicht! Mit diesem intuitiven Programm, das direkt auf der Website www.screentoaster.com ausgeführt wird, lassen sich im Handumdrehen Bildschirmaktionen aufzeichnen und (sofern man will)  im Internet veröffentlichen. Zwar verfügen wir mit Screenflow über ein ausgeklügeltes, allerdings auch eher komplexes und teures Programm, um Lernfilme zu erstellen. Screentoaster ist gratis und eignet sich auch für Schüler, die sich gegenseitig etwas mit sogenannten Screencasts erklären möchten.

16Jun/091

Ich, ich, ich!

Web 2.0 im ZKB-Fenster

Unter der Rubrik «Wir stellen uns vor» präsentiert sich im Schaufenster der ZKB Andelfingen eine neue Angestellte, übrigens eine ehemalige Schülerin der Sek Andelfingen. Bemerkenswert ist dabei vor allem die extreme Ich-Zentriertheit: Ein Schnappschuss mit einem Eishockeystar, Fotos in Feuerwehruniform und an Parties – das Schaufenster erinnert stark an ein Netlog- oder Facebook-Profil und wirkt ziemlich deplaziert. Muss ich mich nun auch bei der Bank der neuen Lustigkeit aussetzen?

Bei der permanenten Selbstbespiegelung im Netz wird offenbar ein Egozentrismus gefestigt, der jedes Augenmass vermissen lässt!

14Jun/090

Dropbox – die Online-Festplatte

Unter www.getdropbox.com könnt ihr euch einen Gratis-Account mit einem Speicherplatz von 2GB einrichten. Nun, das allein ist nicht weiter herausragend, gibt es doch auch andere Anbieter, die dir Zugriff auf deine Daten übers Internet gewähren, nur sind diese oft kostenpflichtig (me.com) oder etwas umständlich in der Bedienung (gmx.net).

Zu getdropbox kannst du ein Tool herunterladen, das die Synchronisation zwischen deinem Computer und dem Account im Netzt permament im Hintergrund vornimmt. Du kannst also einfach eine Datei normal auf deinem Computer bearbeiten, sobald du sie speicherst, wird sie automatisch auch auf dem Dropbox-Server aktualisiert. So musst du dir nie mehr Gedanken darüber machen, wo sich nun die aktuelleste Version einer Datei befindet!

Dropbox ist sehr gut geeignet,  um grosse Dateien (Bilder, Videos…) übers Netzt auszutauschen. Ausserdem ist eine Galerie-Funktion eingebaut, die hochgeladene Bilder automatisch in eine Diashow umwandelt.

Übrigens, Dropbox ist auf allen Compis unserer Schule bereits installiert und einen Lernfilm dazu gibt's ebenfalls.

8Jun/090

LastFM statt Youtube

LastFMImmer wieder beobachte ich Jugendliche, die YouTube nutzen um Musik zu hören. Für jeden Song suchen sie dann den entsprechenden Videoclip und nehmen zuweilen eine ziemlich miese Soundqualität in Kauf. Schau dir mal LastFM an!

LastFM ist quasi ein massgeschneidertes Radioprogramm: Du gibst einen Künstler ein und anschliessend wird ein Programm abgespielt, das vergleichbare Musik enthält. LastFM greift dabei auf die Informationen von Millionen Musikfans zurück. Je länger du LastFM nutzt, desto präziser wird auf deinen Musikgeschmack reagiert. Auf diese Weise machte ich schon manche interessante Entdeckungen fernab von den ausgetretenen Hitparadepfaden…