Chronik der Peinlichkeiten
Demnächst wird die Facebook-Chronik Pflicht für alle Benutzer: Dann wird alles, was man je auf Facebook von sich gegeben hat chronologisch dargestellt. Zwar bleiben die Privatsphäreeinstellungen für alle Beiträge erhalten, aber vielleicht hat man ja früher etwas veröffentlicht, für das man sich heute schämt… Die User haben eine Woche Zeit, alle ihre Einträge durchzukämmen bevor die Chronik definitiv aufgeschaltet wird. Im Tagi-Artikel, dem ich den Titel abgekupfert habe erhältst du ein paar Tipps, wie du dir einen peinlichen Auftritt ersparen kannst. Ausführliche aber nicht immer selbsterklärende Hinweise findest du in der Facebook-Hilfe.
Ein Hinweis in der Klasse wäre sicher hilfreich!
Kooperatives Lernen 3: Google Docs
Google Docs ist eine vollständige Office-Umgebung. Ein Internetzugang vorausgesetzt hast du jederzeit Zugriff auf deine Textdokumente, Tabellen und Präsentationen. Natürlich ist der Funktionsumfang beschränkt, für die meisten Arbeiten reicht's allemal. Toll ist aber natürlich v.a., dass man gemeinsam an Dokumenten arbeiten kann und das in Echtzeit, wie der folgende Film zeigt:
Mach mal die Probe aufs Exempel und schreibe in den folgenden Text hinein:
https://docs.google.com/Doc?docid=0Aeu5J64M8-EPZGdidDNnZ2pfNXg5Y3hiZ2Zj
Kooperatives Lernen 2: Wikis
Die Nutzung eines Wikis für ein Forschungsprojekt habe ich hier schon ausführlich erläutert. Wer keine eigene Wikiinstallation nutzen möchte (bei uns ist sie aber bereits vorhanden, es gibt also eigentlich keine Entschuldigung) kann auch auf Wikispaces zurückgreifen. Die Funktionalität ist im Vergleich zur MediaWiki-Lösung beschränkt dafür ist es deutlich intuitiver in der Bedienung:
Kooperatives Lernen 1: Mindmaps
Mit mindmeister.com lassen sich auf sehr intuitive Weise gemeinsam Mindmaps bearbeiten. In der Gratisversion ist die Anzahl der Mindmaps beschränkt, ausserdem ist die Rechteverteilung weniger differenziert – für die Schule reicht das allemal!
In dieser Map darfst du nach Belieben herumfummeln. Alles was du dafür brauchst ist ein Account (in einer Minute erledigt):
Adventskalender reloaded
Als Willkommensgruss im neuen Jahr, noch drei weitere grossartige Tools:
weebely.com
Mit diesem extrem einfachen Website-Baukasten kannst du eine schicke Website basteln, gratis und ganz ohne HTML-Kenntnisse – ideal für eine Klassenwebsite…
crocodoc.com
Lade eine Datei (Word, PDF, …) hoch und lade Leute ein, diese Datei zu kommentieren, zu überarbeiten, wichtige Stellen zu markieren…
www.online-convert.com
Hast du eine .docx-Datei, auf deinem Compi aber noch eine uralte Word-Version? Kein Problem, es gibt kaum ein Format, das du nicht mit diesem Tool in ein anderes verwandeln kannst. Auch einen YouTube-Clip kannst du damit ganz einfach in einen QuickTime-Film umwandeln.
Musikliebhaber hergehört!
Ist zwar schon wieder eine Weile her, aber im Tagi wurden letzthin verschiedene Musikangebote vorgestellt: Apple bringt Songs in die Wolke.
Im Moment sehe ich keinen Vorteil darin, dass meine ganze Musiksammlung in die Wolke wandert. Es schleckt aber keine Geiss weg, dass Musik auf Datenträgern je länger je mehr der Vergangenheit angehört. Sehr gehypt wird im Moment Spotify, ein schwedischer Dienst, mit einem riesigen Streaming-Angebot. Sicherlich nicht jedermanns Sache ist, dass für die Nutzung ein Facebook-Account benötigt wird und dass ein Programm installiert werden muss (ähnlich wie Simfy, das immer verzweifelter versucht zu Geld zu kommen).
Ein Versuch wert ist Grooveshark: Die Musik lässt sich direkt im Browser abrufen. Wie bei anderen Diensten auch kann man nicht nur einzelne Alben hören, sondern sich beispielsweise ein Künstlerradio zusammenstellen lassen und so tolle Musik entdecken…
Wer lizenzfreie Musik, zum Beispiel für ein Filmprojekt, sucht, der sei an Jamendo verwiesen.
Web 2.0 Adventskalender

Jeden Tag öffnet sich auf der ICT-Plattform des Kantons Zürich ein neues Törchen und stellt ein Web 2.0-Tool vor, das sich gut für die Schule eignet: Adventskalender (immer auch mit einem entsprechenden Einführungsfilmchen)
Manche Tools wurden in diesem Blog zwar auch schon vorgestellt, trotzdem hier nochmals die Liste der tollsten Dienste in Kurzform:
pixlr.com
Grossartige, vollkommen webbasierte Photoshop-Kopie, mit Ebenen, Masken und allem, was man sich sonst noch wünscht…
www.cobocards.com
Online-Karteikarten für kooperatives Lernen
prezi.com
Online Präsentationen die eben nicht so linear sind wie Powerpoint – ideal, um komplexe Sachverhalte zu veranschaulichen
mindmeister.com
Mandmapping-Tool für das gemeinsame Brainstorming (in Echtzeit). Der Gratisdienst reicht für den sporadischen schulischen Bereich locker.
cacoo.com
Flussdiagramme und Organigramme leicht gemacht. Für den sporadischen Gebrauch gratis…
tumblr.com
Eigentlich ein Blondierst, aber effektiv ein Zwischending zwischen Twitter, Facebook und WordPress. Ideal für eine Online-Portfolio…
www.wikispaces.com
Intuitive Wiki-Lösung, die sich sehr gut für kleinere Klassenprojekte eignet.
> Lernfilme zu Wikispaces
dropbox.com
Die unverzichtbare Online-Festplatte, ideal für den Austausch von grösseren Dateien. Wer immer noch keine hat, sollte sich schleunigst eine zulegen! > Lernfilm
evernote.com
Die unverzichtbare Sammlung all deiner Ideen…
docs.google.com
Es muss nicht immer Word sein! Wer einen Google-Account hat, kann seine Texte online verfassen – idealerweise auch in Echtzeit zusammen mit anderen Mitstreitern. Wie das funktioniert zeigt der folgende Clip: Kollaboratives Arbeiten bei Ringier
www.aviaryeducation.com
Kreativität im Netz: Toll gestaltet und intuitiv in der Bedienung lassen sich mit dieser Werkzeugsammlung Bilder, Audiodateien, Musik und Vektorgrafiken erstellen und bearbeiten – gratis und franko!
glogster.com
Das multimediale Poster – Lernplakate einmal anders…
www.wordle.net
Eine grafische Wortwolke erzeugen (ideal für den Deutschunterricht)
skype.com
Muss ja wohl nicht mehr speziell angepriesen werden. Neben Videotelefonie kann man auch fremde Bildschirme steuern (z.B. für Fernwartung).
wunderlist.com
Simpler, aber überaus praktischer Taskmanager, zudem toll gestaltet…
Sodeli, das wär's für den Moment – viel Spass!
Cacoo: Flussdiagramme & Co
Es ist einfach unglaublich, was es mittlerweile alles webbasiert gibt! Bislang bastelte ich meine Netzwerkpläne und Organigramme mit dem ominösen, aber halt teuren Omnigraffle. Für sporadischen Gebrauch reicht aber Cacoo bei weitem.
Diese Webapplikationen sind zudem immer so verdammt knackig gestaltet. Einziger Wehrmutstropfen für mich: Die permanente Evaluation der Tools braucht einfach brutal viel Zeit und man kann sicher sein, dass, kaum hat man sich an einen Dienst gewöhnt, wird er wieder abrupt eingestellt, oder es taucht am Horizont bereits ein viel tollerer auf…
Kurvendiskussion
Dass man Google als Taschenrechner verwenden kann ist ja schon länger bekannt (einfach Rechnung eingeben). Mittlerweile kann Google mathematische Funktionen aber auch grafisch ausgeben – hätte es das nur schon in meiner Mittelschulzeit gegeben!
In diesem Zusammenhang sei wieder mal auf die speziellen Suchfunktionen von Google verwiesen: http://www.google.com/help/features.html
Codeacademy
Man hört es allenthalben: Neue Informatiker braucht das Land! Zwar nutzen unsere SchülerInnen fleissig Office-Anwendungen und bewegen sich mehr oder weniger geschickt durchs Internet, mit Informatik hat das alles leider herzlich wenig zu tun. Ein entsprechendes Wahlfachangebot wäre bitter nötig…
In der Zwischenzeit könnten interessierte Jugendliche unter www.codecademy.com erste Gehversuche im Programmieren machen. Schritt für Schritt wird man in die Grundprinzipien des Programmierens eingeführt, erste Erfolgserlebnisse lassen nicht lange auf sich warten.
Eine weiterer attraktiver Einstieg ins Programmieren liefert Scratch. Diese Programmiersprache wurde speziell für Jugendliche entwickelt.
Wikipedia unterstützen
Adentszeit, Speendenzeit! Ach, was flattert da alles so in meinen Briefkasten! Offenbar hat sich meine karitative Ader herumgesprochen… Nun, wie wär's wenn wir für einmal das Wikipedia-Projekt unterstützen würden? Gewiss gibt es viele Anliegen, die unsere finanzielle Unterstützung nötiger haben, aber als Lehrpersonen profitieren wir ja seit Jahren enorm von dieser Online-Enzyklopädie, beispielsweise können wir uns die Anschaffung einer gedruckten Enzyklopädie getrost sparen. Ausserdem sollte es in unserem Interesse sein, dass Wikipedia werbefrei und unabhängig bleibt.
Man kann sich engagieren, indem man sich als Autor mitbeteiligt oder wenn das zu anstrengend ist, darf man dem gemeinnützigen Verein einen finanziellen Zustupf zukommen lassen: wikimedia.ch/Donate_online
Google+ für alle!
Nach einer Testphase, die einer ausgewählten Schar vorbehalten war ist das Google-Netzwerk nun für alle offen. Zwar habe ich es auch noch nicht intensiv genutzt, aber mir ist es wesentlich sympathischer als Facebook: V.a. die Zuordnung von Personen zu sogenannten Kreisen erleichtert eine zielgerichtetere Kommunikation. Bei der Konkurrenz wird dagegen letztlich alles in die digitalen Weiten gebrüllt, unabhängig davon, ob es für die Adressaten eine Relevanz hat. Aber natürlich lassen sich auch in Kreisen Belanglosigkeiten streuen (lässt sich jedenfalls in meinem Stream beobachten).
Google+ eignet sich aus meiner Sicht hervorragend für die Kommunikation mit der Klasse, nicht zuletzt, weil man sie sehr einfach getrennt von anderen Kanälen führen kann. Probiert's mal aus!
Nachtrag vom 16.10
Das Mindestalter für Google+ ist momentan noch 18, warum auch immer. Zwar hindert das unsere Jugendlichen offensichtlich nicht, sich anzumelden – dennoch dürfte es eine verbindliche Nutzung als Kommunikationsinstrument für die Klasse in Frage stellen…
Quiz-Funktion in Wiki
Dass sich ein Wiki hervorragend für kollaboratives Arbeiten und die Schulung des vernetzten Denkens eignet, habe ich schon an anderer Stelle erwähnt. Kürzlich habe ich in unserem Wiki eine Erweiterung installiert mit der sich mit wenigen Code-Schnippseln ein Quiz erstellen lässt.
Die Klasse 2Bb hat das Prinzip in kürzester Zeit und ohne Anleitung begriffen: Sie kopierten einen bestehende Quiz, studierten das Grundprinzip und passten die Struktur an eigene Fragen und Antworten an. Ende Lektion hatte jede Gruppe eine Sammlung von Multiple-Choice-Fragen zu ihrem Biotop.
Auf diese Weise kann eine Klasse innert kürzester Zeit eine Prüfungsvorbereitung erstellen – wenn das keine Erleichterung für den Unterricht ist!
Xchange 2.0: Soziale Netze produktiv nutzen
Soziale Netze in der Schule nutzen? Klar, warum nicht?

Unser Austauschprojekt ist mittlerweile fest etabliert, eine Erfolgsgeschichte. Im Herbst reist eine Gruppe Andelfinger nach Holland, im Frühling kommen die Holländer zu uns – und zwischendrin? Sicherlich bleiben einzelne Jugendliche über Soziale Netze in Kontakt, aber warum institutionalisieren wir diese Möglichkeit eigentlich nicht als Schule? Web 2.0-Dienste sind gratis, unkompliziert und passen in die Lebenswelt der Jugendlichen.
Wie wär's, wenn wir füreineander Podcastsendungen aufzeichnen würden? Oder in einem Blog über unseren Alltag berichten und die Einträge gegenseitig kommentiert würden? Oder zu bestimmten Zeiten über Skype kommunizieren?
Facebook könnte gut genutzt werden, da eh jeder einen Account hat. Allerdings ist es erfahrungsgemäss immer etwas schwierig, wenn Schüler ihre rein privaten mit den schulischen Angelegenheiten vermischen. Deshalb ist es vielleicht idealer, wenn ein weniger häufig genutzter Kanal erschlossen würde. Da kommt die Einführung von Google+ gerade rechtzeitig: Das Grundprinzip ist zwar ähnlich wie bei Facebook, aber man brüllt nicht alles in die Öffentlichkeit, sondern richtet sogenannte Kreise ein, mit denen man Informationen austauscht. Ein solcher Kreis könnte auch die Xchange-Gruppe sein. Obendrein lässt sich bequem in sogenannten Hangouts per Videochat kommunizieren (ist mittlerweile auch in Facebook über Skype möglich…).
Google+ ist momentan noch in der Erprobungsphase und man kann nur sich über eine Einladung darin herumtummeln. Ich bin seit heute Abend dabei – im Moment ist es noch zu früh für einen Erfahrungsbericht, aber soviel vorweg: Es sieht vielversprechend aus!
Sind wir bereit für Xchange 2.0?
Facebook for Beginners
2.5 Millionen Schweizer haben mittlerweile ein Facebook-Profil. Auch wenn sich viele noch dagegen wehren: Wahrscheinlich kommen wir Lehrpersonen nicht umhin, uns eine virtuelle Präsenz einzurichten. In einem kürzlich erschienenen Tagi-Artikel werden der Facebook-Anfänger an der Hand genommen. Für die weniger Experimentierfreudigen gibt es diverse Anleitungen im Netz, am besten lässt man sich aber von einem Jugendlichen in die Welt der sozialen Netze einführen.
Offen ist natürlich nach wie vor, wie man dieses Profil denn nutzt. Ich muss gestehen: Mein Umgang damit ist auch noch sehr unentschlossen und halbherzig…
E-Book «Grundlagen zu Facebook» (1.2 MB)
Wunderlist – wunderbar!
Vor einiger Zeit sang ich ein Loblied auf den Taskmanager Things. Nach wie vor bin ich begeistert von diesem Tool. Um den Überblick über all meine parallelen Projekte zu behalten ist es mittlerweile unverzichtbar. Allerdings ist es mit 50€ für die Desktop-Version und zusätzlichen 10€ für die iPhone-Version natürlich kein Schnäppchen.
Heute bin ich (wieder einmal dank Stadtfilters Digital) über das bestechende Wunderlist gestolpert: Simpel und doch mächtig in der Bedienung, wunderschön gestaltet und gratis! Es eignet sich ideal für eine plattform- und geräteübergreifende Nutzung. Die Synchronisation mit verschiedensten Geräten ist ein Kinderspiel – so hast du deine Tasks immer in Griffweite und somit keine Entschuldigung mehr, falls einmal etwas vergessen gehen sollte!
Ach ja, und dann ist da noch ein Programm, das eine Evaluation wert wäre: Springpad ist quasi eine Kreuzung zwischen Things und Evernote: Ein Notizenprogramm gepaart mit einem Taskmanager. Ideen, Funde aus dem Internet, Rezepte oder was auch immer können mit diesem Tool gesammelt, geordnet und bei Bedarf in terminierte Aufgaben konvertiert werden. Auch Springpad ist gratis und lässt sich übers Netz mit verschiedenen Geräten synchronisieren.
Digitaler Psychoterror
In letzter Zeit häufen sich Mobbing-Attacken über soziale Netze, auch unsere Schule ist davon (zumindest indirekt) betroffen. Dass viele Jugendliche das Internet als rechtsfreien Raum wahrnehmen, hat vor allem auch damit zu tun, dass sie von uns Erwachsenen in ihrem Umgang mit neuen Medien allein gelassen werden.
Am letzten Sonntag wurde auf DRS 3 eine hervorragende Input-Sendung zum Thema ausgestrahlt. Den entsprechenden Podcast kann man runterladen oder in iTunes abonnieren – ein Muss für alle Lehrpersonen und Eltern!
Buzzzz!
Der neue Google-Dienst buzz greift seine Konkurrenten Twitter und Facebook frontal an. Buzz ist eine Mischung aus Mikroblogging-Dienst (wie Twitter, aber nicht auf 140 Zeichen beschränkt) und sozialem Netzwerk. Angepriesen wird Buzz als Plattform für den Austausch von Ideen, Bildern, Videos und Kürzest-Informationen mit Freunden (oder der ganzen Welt) angepriesen. Ich kann mich beim besten Willen (noch) nicht für eines dieser Angebote erwärmen (und alle gleichzeitig zu füttern käme einem Fulltime-Job gleich…). Der Trend zu immer kürzeren und somit zwangsläufig oberflächlicheren Mitteilungen, die ungefragt im Sekundentakt in die Welt hinausposaunt werden, verstärken nur das Brummen (engl. Buzzing) und Gezwitscher (engl. Twitter), zum Vertändnis einer immer komplexer werdenden Welt tragen sie herzlich wenig bei…
Scribd – eine gigantische Austauschplattform
Suchst du einen Quellentext oder eine Anleitung, eine Powerpoint-Präsentation oder eine Statistik? Unter www.scribd.com findest du Dateien aller Art. Jeder registrierte User kann Dokumente hochladen und entweder für alle oder nur einen eingeschränkten Kreis von Personen freigeben. Natürlich kommt es hier auch zu massiven Urheberrechtsverletzungen (ähnlich wie bei YouTube). Dennoch lohnt es sich mal die Probe auf's Exempel zu machen…

