Er ist da!
Im Saal der versammelten Apple-Jünger herrschte wieder einmal kollektive Euphorie: Der iPad ist erschienen, um die Menschen zu ergötzen! Nur, ist er nun das Jesus-Tablet, als das er angekündigt wurde? Sicherlich ist das Gerät wieder ein Design-Würfchen. Die Aussicht, eine ganze Bibliothek mit sich herumzutragen mitsamt den Lieblingszeitungen und -zeitschriften hat durchaus etwas verlockendes. Andere wiederum werden im iPad das ultimative Spielzeug sehen.
Im Vorfeld streifte mich kurz der Gedanke, dass ein Tablet vielleicht in der Schule von Nutzen sein könnte: Immer dabei, kurz ein paar Notizen notieren, anstöpseln und einen Film, eine PPT oder eine geometrische Skizze präsentieren, on the go ein paar Beurteilungen ins LehrerOffice eingeben… Nun, so wie's ausschaut ist die Funktionalität wohl doch zu beschränkt – aber was noch nicht ist, kann ja noch werden!
Das Tablet kommt!
Heute Abend ist wieder mal die Stunde des Meisters, Steve Jobs. Die Erwartungen sind enorm - wird Apple sie einlösen? Ab 20 Uhr wissen wir mehr…
iPhone als Beziehungskiller?
Vor einiger Zeit (Prä-iPhone-Ära) legte mir meine Göttergattin mit einem vielsagenden Blick einen Artikel der Sonntagszeitung hin, der ein düsteres Bild von Beziehungen zeichnete, die durch technische Gadgets bedrängt werden:
Sie: Schatz, bist du so weit?
Er: Nur noch ein Momentchen, Darling, ich hab da noch ein neues App...
Auch als Technomaniak kann ich nicht leugnen, dass in der permanenten Präsenz einer digitalen Parallelwelt eine gewisse Gefahr für das Sozialleben in der Realwelt lauert.
Deshalb ist es wohl nötiger denn je, dass wir von Zeit zu Zeit bewusst unplugged durchs Leben schreiten. Wären nicht Klassen- oder Skilager gute Gelegenheiten, um diese Erfahrung den Jugendlichen näher zu bringen?
PS:
Diesen Artikel habe ich auf meinem iPhone verfasst!
Ich hab’s nun auch!
Einmal mehr war ich fasziniert wie reibungslos sich die Inbetriebname gestaltet: Auspacken, anschliessen, einen Moment warten und schon sind meine zehn E-Mail-Konten, alle Adressen, Termine und Lesezeichen konfiguriert. Die Benutzerführung ist genial intuitiv und wie immer gestalterisch überragend. Natürlich ist vieles eine Spielerei, wie die einzelnen Apps aber zusammenarbeiten, ist aber schon faszinierend: Das SBB-Programm bestimmt über GPS (oder Wireless) meinen Standort und gibt mir die schnellste Verbindung zum Zielort an. Kontakte lassen sich mit GoogleMaps anzeigen, auf Wunsch auch mit Streetview. Integriere ich in Evernote ein Foto eines Plakats wird es mit dem Server synchronisiert und steht mir sofort auch auf dem Compi zur Verfügung, dabei muss ich das Bild nicht verschlagworten, denn der Text wird automatisch erkannt! Tja, ich könnte noch lange weiterschreiben und damit die meisten langweilen, denn ich bin ja bekanntlich bald der letzte, der ein iPhone erstanden hat…
Vergessen ist das ärgerliche M-Budget-Handy, das vom Hosensack aus immer wieder mal selbständig der Schwiegermutter telefoniert hat – es lebe mein neues Spielzeug!
