Freitag

„Ich bin müde, können wir nicht gerade direkt nach Hause fahren?“ Leider nein, lautete die Antwort. Also besuchten wir auf der Rückreise eine weitere welsche Stadt: Fribourg. Hier führt bekanntlich der „Röstigraben“ durch: die Sprachgrenze zwischen Französisch und Deutsch. Deshalb sind auch alle Strassen zweisprachig angeschrieben. Aber die Leute sprechen lieber Französisch, wie wir feststellen.

„Stadtgolf“ nennt sich das: Wir erkunden die Stadt, lösen Aufgaben und spielen ab und zu an speziell eingerichteten Golfstationen gegeneinander eine Art Minigolf.

Auf der Nachhausefahrt im Zug ist kaum noch jemand müde, es wird gelacht und geplaudert…

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Donnerstag

Fast wie ein Meer breitet sich der Lac Léman zu unseren Füssen aus, als wir von Chexbres nach St. Saphorin das Lavaux durchwandern –Reben, so weit das Auge reicht! Leider dürfen wir noch keinen Weinkeller zwecks einer Degustation besuchen. Aber Frau Helbling vertröstet uns auf spätere Jahre, vielleicht anlässlich eines Betriebsausflugs?

„Der Gefangene von Chillon“ heisst das Gedicht, welches Lord Byron aufgrund eines früheren Gefangenen namens Bonivard geschrieben hat: Im dunklen, feuchten Keller wurden früher die Gefangenen an einen Hals-Eisenring gekettet und konnten sich nur etwa 50 cm bewegen, bis sie starben. Da machen wir doch lieber die Wehrgänge ganz oben im Schloss unsicher!

Neben dem Schloss Chillon befindet sich ein schöner kleiner Strand, Lukas und Fabio wagen einen Kopfsprung in die Tiefe, einige Mädchen schwimmen im nicht allzu kalten Lac Léman.

Abends ist es Lukas, welcher endlich ein Feuer für die feinen Steaks und Würste zustande bringt, wunderbare Salate, dann spielen und Dessert essen – wann bist du endlich eingeschlafen? Es war ja Schlussabend!

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Mittwoch

Genève, une ville internationale, vraiment! Nach dem Besuch in der eher „düsteren“, nachdenklich stimmenden IKRK-Ausstellung lassen wir unser Gepäck beim Eingang in die UNO scannen – sicher ist sicher!
Im Saal der UNO-Vollversammlung riecht es beinahe noch ein wenig nach Konventionen, nach internationalen Abmachungen: Menschenrechte, Hilfe für die Ärmsten, Blauhelm-Einsätze etc. sind die Themen.

Vom kalten Nass des Jet d’Eau lassen sich einige nicht abhalten, fröhlich lachend hüpfen sie unter die Gischt des riesigen Wasserstrahls, werden völlig nass, aber was solls?!
Abends dreht nach dem Verkleidungsspiel der „Werwolf“ noch so richtig seine Runden…

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Dienstag

Den Bodymass-Index ausrechnen, die Reaktion testen, wie gross ist dein Fettanteil im Körper? Nach einer interessanten Einführung in die Ausstellung „Athlètes et sciences“ im Olympischen Museum testen wir uns selber an verschiedenen Stationen.

Ja, in Lausanne gibt’s eine Métro, nicht gerade wie in Paris, aber zu Fuss von Ouchy ins Zentrum ginge das ohne Métro ganz schön in die Waden!

Nach den beiden Postenläufen im Zentrum und bis hinauf zur Kathedrale trauen wir uns eine kurze Eroberung auf eigene Fäuste zu – da ging es aber nicht mehr um die Rosette der Kathedrale!

Mit den Fr. 300.-  vom 175-Jahr-Fest, welche jede Klasse im Sommer bekam, leisten wir uns Pizza oder Pasta im „Mille Pasti“ beim Place de la Riponne. Um 21.30 Uhr steigen wir mit dem Glöckner – nein, Gott bewahre – mit dem „Guêt de Lausanne“ viele Stufen hinauf auf den Turm der Cathédrale. Pünktlich um 22.00 Uhr ruft er über die Stadt hinaus: „C’est le guêt, il a sonné dix.“ DieseTradition wurde seit dem Mittelalter nie unterbrochen, d.h. jeden Abend von 22.00 bis 02.00 Uhr ruft der Guêt zu jeder Stunde die Zeit aus. Im Mittelalter musste er auch die Stadt überwachen, schauen, ob es nirgends brannte.

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar

Montag

Westschweiz, Lac Léman – welch eine Aussicht auf den See! Nach Ankunft am Bahnhof Puidoux-Chexbres marschieren wir nach Crêt-Bérard, einem ruhigen, abgelegenen Ort, wo wir unsern „Pavillon“ in Beschlag nehmen: einfache Doppelstockbetten, enges Zimmer, aber unsere Laune schmälert sich dadurch nicht, gemütlich ists allemal – wegen uns!

Wer gestaltet mit Materialien aus der Natur das schönste Gebilde? Ob Herz aus Stein oder aus Blättern (mit Initialien!) oder hängende Skulptur… alle lassen ihrer Kreativität à la Goldsworthy freien Lauf.

Dann aber ab auf den Fussballplatz, Dampf ablassen, während die Küchenfeen ein feines Riz Casimir auf den Tisch zaubern.

Die Powerpointvorträge am Abend stimmen uns auf das restliche Wochenprogramm ein. Uff, der Schluss des (blutigen) Films über Henry Dunant wiegt einen auch nicht gerade in einen sanften Schlaf…

Veröffentlicht unter Allgemein | Hinterlasse einen Kommentar